Hallo Wolfgang,
neuerdings haben Grafikkarten ja GPUs, also "Graphics Processing Units" analog zu den CPUs, den "Central Processing Units". Damit soll angedeutet werden, dass Grafikkarten heute ähnlich wie Hauptprozessoren mit Programmen gefüttert werden können und nicht mehr einfach nur nach festverdrahteten Regeln z. B. eine perspektivische Projektion berechnen.
Bei den CPUs gibt es verschiedene Befehlssätze. So kann ein 486er bestimmte Befehle ausführen, die ein 386er nicht kennt. Beim Pentium kamen dann wieder neue Befehle dazu, darüberhinaus gibt es MMX, SSE, 3DNow! etc. Ein Programm, das Pentium-Befehle benutzt, läuft auf einem 386er nicht, weil der diese Befehle nicht kennt und schlicht nicht weiß, was von ihm verlangt wird. Theoretisch käme es an dieser Stelle dann zum Programmabsturz, weil sich der Prozessor mit einem "ungültigen Vorgang" konfrontiert sähe. In der Praxis wird das aber in der Regel vom Betriebssystem bereits beim Programmstart abgeprüft und ggf. eine entsprechende Meldung angezeigt.
Analog ist es mit den Shader Models bei den GPUs. Die legen fest, welche Programmbefehle man in einem GPU-Programm (den sog. Shadern) verwenden kann. Wenn man, wie der Movie Maker von Windows 7, Programmbefehle verwendet, die erst mit Shader Model 2 eingeführt werden, läuft dieses Programm nachher auch nur auf Hardware, die diese Befehle verarbeiten kann.
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